Über die Arbeit der 24h Pflege & was getan werden muss

Studie: Bedenkliche Spitzenwerte bei österreichischen PflegerInnen

Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) hat sich kürzlich in aller Ausführlichkeit dem Thema Altenpflege gewidmet. Die 190-Seiten- starke Studie gewährt dabei interessante Einblicke in eine Branche, die meist im Verborgenen arbeitet.

Wenig überraschend zeigt sich darin, dass der Anteil ausländischer Pflegekräfte mit knapp 30 Prozent in Österreich vergleichsweise besonders hoch ist. Unter europäischen Ländern kommen lediglich in Irland, der Schweiz und Schweden noch mehr Pfleger aus dem Ausland zum Einsatz. In der Corona-Krise haben manche diese Abhängigkeit von ausländischen Pflegekräften besonders leidvoll zu spüren bekommen. Manchen Pflegeagenturen gingen sogar die Betreuer aus, weil diese eine Zeit lang nicht nach Österreich einreisen durften.

Was dem Gesundheitsminister aber noch viel mehr Sorgen machen sollte, ist die Tatsache, dass rund 35 Prozent der in Österreich beschäftigten Pfleger bei der OECD-Untersuchung angaben, dass sie mit ihrer Arbeit in Verbindung stehende physische oder psychische Gesundheitsprobleme hätten. Nur in Finnland war diese Zahl höher. Das ist wohl ein Zeichen dafür, dass man hierzulande mehr über die Arbeitsbelastung und die Arbeitszeiten der Pflegekräfte nachdenken müsste.

Die Politik sollte diese OECD-Studie als Denkanstoß sehen, dringend notwendige Reformen im Pflegesektor anzugehen, ehe womöglich eine zweite Corona-Welle wieder zu einem Betreuungsnotstand führt.

Wir bei GUTBETREUT.AT berücksichtigen all das bereits seit unserem Bestehen und honorieren unsere PflegerInnen für ihre herausfordernde und körperlich anstrengende Tätigkeit, indem sie fair honoriert werden und sie vor allem wertschätzend behandelt werden. Denn jede noch so anstrengende Arbeit wird besser verkraftbar, wenn man dafür die nötige Anerkennung erfährt.

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