Wenn man sich selbst nicht mehr spürt …

Bei Erstgesprächen mit alleine pflegenden Angehörigen hören wir immer wieder den gleichen Satz: „Ich spür mich selbst nicht mehr…“. Das ist der entscheidende Punkt, nicht Verantwortung für einen geliebten Menschen aufzugeben, aber Alltagsaufgaben an kompetente Hilfe zu delegieren. Damit Zeit und Freude am Zusammensein bleibt.

Fast alle der Angehörigen, die uns in Bezug auf eine 24-Stunden-Pflege & Betreuung kontaktieren, sind in einer verzweifelten Situation. Sei es eine bereits lange, anstrengende Betreuungszeit, die hinter ihnen liegt und mit dem eigenen Leben schlicht nicht mehr vereinbar ist, sei es, weil z.B. nach einer Spitalsentlassung fachlich qualifizierte Unterstützung, die man selbst ohne Ausbildung nicht leisten kann, nötig ist. Das Eingeständnis, Hilfe zu brauchen, ist für die meisten auch die bittere Erkenntnis „Ich weiß alleine nicht mehr weiter…“.

Sie war immer für mich da …

Unterstützung und Hilfe an- und einzufordern wird in unserer Gesellschaft oft als Eingeständnis von Schwäche und Unvermögen deklassiert. Vor allem, wenn es um die Sorge für Eltern, Großeltern oder andere nahestehende Menschen geht. „Sie war immer für mich da“, „Ich bin in seiner Schuld“, „Wir sind doch eine Familie“ – Gedanken wie diese gaukeln uns oft ein Pflichtverständnis der falschen Art vor und lassen uns in der Betreuung und Pflege alter Menschen in ihrem Zuhause oft übers eigene Limit gehen.

Dabei stellt sich die rechtzeitige Implementierung einer 24-Stunden-Betreuung fast immer als Gewinn für alle Beteiligten heraus.

Neben der Forderung es gerade jenen Menschen leichter und einfacher zu machen, sollte man aber auch vor dem Akutfall darüber nachdenken, sich rechtzeitig Unterstützung zu holen.

Das heißt: Nehme man sich an beamteter Stelle doch bitte einfach das Modell der KFZ-Überprüfung zu Herzen. Denn was bei jedem KFZ gesetzlich verpflichtend an jährlicher Tauglichkeitsprüfung vorgeschrieben ist, ist im Bereich der Pflege noch nicht einmal angedacht. Notwendig und wünschenswert wäre es aber allemal.

Verantwortung kann man nicht abgeben, Alltagsaufgaben schon

Definitiv ist die Entscheidung für eine 24-Stunden-Betreuung für alle Beteiligten eine einschneidende und keine leichte. Im Wissen, dass bei stetig wachsenden Anforderungen, die die Pflege alter Menschen mit sich bringt, ist sie aber die richtige. Denn wer zwischen Hygiene, Versorgung des Haushalts, nötigen Amtswegen usw. nicht mehr dazu kommt, die verbleibende Zeit der Gemeinsamkeit mit seinem geliebten Menschen zu genießen und zu leben, nimmt sich selbst die Freude am letzten Stück eines gemeinsamen Weges.

Die Entlastung von Alltagsaufgaben im Haushalt, die von pflegenden Angehörigen nebenberuflich und nebenfamiliär geleistet werden, durch hauptberufliche, qualifizierte 24-Stunden-Betreuung schafft Entspannung und Sicherheit, auch für die Person, die betreut wird. Denn PersonenbetreuerInnen haben nur eine Aufgabe: den zu pflegenden Menschen und seine Wünsche, Bedürfnisse und sein Wohlbefinden. Und sie sind rund um die Uhr da und sind geschult im Umgang mit Menschen, die oft auch aufgrund ihres Alters oder ihrer Einschränkungen viel Geduld brauchen. So bleibt Kindern und Enkeln Zeit sich ganz auf all‘ das zu konzentrieren, was schöne Erinnerung ist und bleiben soll.

Ein neues Kind im Haus

Verlässlichkeit, Qualifikation und vor allem Kontinuität im täglichen Ablauf sind in der 24 -Stunden-Pflege Voraussetzung für wirkliche Entlastung und Entspannung bei den Familien.

Deshalb sucht GUTBETREUT.AT innerhalb unseres PflegerInnen-Teams sehr genau und mit viel Einfühlungsvermögen die nicht nur fachlich, sondern auch menschlich passende PersonenbetreuerInnen für die zu betreuenden Personen und ihre Familien und legt mit einem bindenden 14-Tage-Rhythmus auch entsprechende Ruhezeiten in der eigenen Familie für die PflegerInnen fest. Denn während ihrer Anwesenheit soll die ganze Aufmerksamkeit jenem Menschen gehören, der zu betreuen ist. PflegerInnen werden sehr bald oft Teil der Familie oder wie es eine besondere, alte Dame einmal formuliert hat: „Ein neues Kind im Haus….“.

Im Brennpunkt: Lehren aus der Praxis ziehen

Erfahrene, bestens ausgebildete, kommunikativ und personenbezogen agierende Betreuerinnen sind deshalb der Schlüssel zum individuell abgestimmten, hochqualitativen Angebot heute. Ständige Prüfung der Leistungen und laufendes Lernen sind das Schloss in der Türe zur Zukunft. Unsere Aufgabe ist es daher, aus den Kenntnissen von heute, das Angebot von morgen zu entwickeln und unsere PersonenbetreuerInnen in diesem Prozess laufend einzubinden. Um diesem Ansatz gerecht zu werden setzt GUTBETREUT.AT auf ein innovatives, vor allem aber nachvollziehbar strukturiertes Betreuungsmanagement, das auf bestehenden und erfolgreichen Konzepten aufbaut und sie weiter entwickeln soll. Genau das fordert aber ein einmalig vergebenes Qualitätssiegel nicht ein.

Nur das Beste ist gut genug, wenn es am Schlimmsten kommt!

GUTBETREUT.AT hat es sich zur Aufgabe gemacht, nicht nur jene Aufgaben zu erfüllen, die vertraglich fixiert sind, wie zwei Betreuerinnen im 14-tägigen-Rhythmus und dem Wohnen bei dem zu pflegenden Menschen, sondern auch Haushalt, den Einkauf und das Kochen, Hygiene und pflegerische Versorgung.

Einer unserer Grundsätze ist die intensive Einbeziehung und Mitbetreuung der Familie, die vor der schwierigen Situation des Abschieds steht, und die Motivation, Beschäftigung und das gemeinsame Leben mit den zu pflegenden Personen – vom gemeinsamen Stricken bis zum Vorlesen. Denn jede Personenbetreuerin wird passend zu „ihrer“ Pflegeaufgabe und „Ihrer“ Familie persönlich ausgesucht. Von Anfang an. Denn Empathie, Flexibilität und Sympathie sind unersetzlich.

Damit die Liebe und das Leben, wie lange es noch dauernd mag, wieder genug Platz hat.

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